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Wer im Business erfolgreich sein will, braucht einen langen Atem. Ausdauer und Disziplin sind nur zwei der Eigenschaften, die erfolgreiche Führungskräfte und Spitzensportler gemeinsam haben. Die beiden Zielgruppen können viel mehr voneinander lernen, als der ungeschulte Laie vorerst denken würde. Wir haben nachgefragt bei den Sportexperten Michael von Kunhardt (Mentaltrainer, Sport Coach und Speaker) und Florian Wildgruber (Triathlet und Vortragender).

Was motiviert Sportler an die Spitze zu kommen? Siegermentalität. Michael Kunhardt arbeitet seit vielen Jahren als erfolgreicher Mentaltrainer mit Spitzenmannschaften und Olympiasiegern. Ein metaler Muskel, den er mit Athleten ständig trainiert ist das Selbstvertrauen.

1) Selbstvertrauen haben

Wer selber nicht daran glaubt, dass er gewinnen kann, legt sich höchstpersönlich Steine in den Weg. Selbstzweifel ist einer der Erfolgskiller schlechthin und weitverbreitet. So befragte Michael von Kunhardt einst die Deutsche Frauen-Hockeymannschaft zu ihren Sorgen. 85% der Mannschaft antworteten wie folgt: „Ich habe Angst, dass ich nicht gut genug für die Mannschaft bin“. Nun stellt sich die Frage: Wenn 85% der Mannschaft glauben, nicht gut genug zu sein – wer soll denn dann spielen? Nach einem intensiven Coaching wurden das Selbstvertrauen gestärkt, Feedbackmechanismen etabliert und Verantwortung neu verteilt. Der Erfolg war gleich sichtbar: die Mannschaft schaffte es bis in die Europameisterschaft.

Was heißt das im Business? Wer selbstbewusst handelt und in seine Stärken investiert, kann in heiklen Situationen die Ruhe bewahren, Größe zeigen und Mitarbeiter wertschätzen. Präsentationen gehen besser von der Hand, Vertrauensgespräche funktionieren reibungslos und Verhandlungen laufen besser. Selbstbewusstsein zählt – im Sport wie auch im Business.

2) Ziele Visualisieren (und Spaß am Leben haben)

Florian Wildgruber ist Ironman Europameister und Vortragender. Er hat nicht nur Muskeln aus Stahl sondern auch mentale Stärke wie kaum ein anderer. In seinem derzeitigen Vortrag Lebenstraumfänger spricht der Triathlet darüber, was es braucht um seine Träume in die Realität umzusetzen: Visionen und eine Portion Spaß an dem was man tut. Man müsse groß denken, ansonsten komme man nicht voran, doch der Spaß am Leben müsse erhalten bleiben. So schreibt er in seinem Blog: „Jetzt geht da raus in die Welt, glaubt an euch und habt verdammt nochmal Spaß dabei!“

Nach einem Erfolg stellt sich für mich immer eine Frage: Was bleibt am Schluss? Momente, wie ich sie am Sonntag erlebt habe, sind unbeschreiblich schön. Ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, macht stolz und zufrieden und man sollte das auch genießen! Genauso wird es aber immer auch die andere Seite der Medaille geben. Momente, in denen Du am Boden bist. Momente, in denen Du hinter Deinen Erwartungen zurückbleibst. Momente, in denen du alles hinschmeißen möchtest. Das ist gut und wichtig, denn erst dieses Up and Down macht das Leben erst so richtig spannend. Aber egal, wie gut bzw. schlecht es läuft. Zwei Sachen solltest du nie verlieren: Den Spaß am Spiel und den Glauben an dich selbst! Das Leben ist ein Spiel. Tag für Tag. Nur du bestimmst, wie viel Spaß du dabei hast! – Florian Wildgruber – Blog

Auch Michael von Kunhardt betont die Bedeutung von Visionen erneut: Visionen noch viel größer als Ziele. Sie helfen uns noch besser auf ein völlig neues Niveau zu gelangen. Gute Führungskräfte wissen es, ihre Mitarbeiter mit Visionen mitzureißen und zu motivieren; sie geben dem Unternehmen Richtung und helfen den Mitarbeitern, Ziele visualisieren zu können. Zum Beispiel: Wenn Sie mit Ihrer Firma 10 Mio. Umsatz machen und von 30 Mio. träumen – erlauben Sie sich das Ziel zu visualisieren. Was müsste sich ändern, damit Sie dieses Ziel erreichen; was sind die Schritte, die Sie unternehmen müssen. Und dann gehen Sie an die Arbeit! Eines ist sicher: Wer sich nicht traut, große Ziele zu visualisieren, wird sie auch nicht erreichen.

3) Auf den eigenen Körper hören 

Nur ein gesunder Körper kann auf Dauer Spitzenleistungen liefern. Das bedeutet im Sport Regenerationszeiten zu wahren und in sich hineinzuhorchen. Ein guter Coach hilft seinen Teammitgliedern dabei. Er fordert, fördert und entwickelt – ohne zu überlasten. So schöpft er das volle Potential seiner Mannschaft aus.

Vielen Firmen und auch Führungskräften fehlt in diesem Bereich die Weitsicht. Was nützt es einer Firma, wenn die Mitarbeiter nicht gesund sind? Und wie kann man als Führungsperson sein Team gesund halten, wenn man selbst keinen Wert darauf legt? Ständige physische oder psychische Überlastung zerstören auf Dauer die Leistungsfähigkeit. Auch Führungskräfte müssen üben, in den eigenen Körper hineinzuhören und die Signale zu deuten, wie ein Spitzensportler. Nur wenn sie das in ihrem eigenen Leben schaffen, können Sie sich auch um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter kümmern – ihr Potential fordern, fördern und entwickeln.

Abschließend ein letzter Tipp von Michael von Kunhardt: Die besten Sportler stellen die meisten Fragen – sie wollen alles wissen. Umgelegt aufs Business bedeutet das, dass die besten Führungskräfte auch die meisten Fragen stellen sollten – sich selbst sowie ihren Mitarbeitern.

Führungskräfte können so einiges von Athleten lernen. Mentale Stärke verhilft nicht nur im Sport sondern auch im Business zur Bestzeit.
Michael von Kunhardt ist schon seit Jahren etablierter Mentaltrainer von Athleten sowie Führungkräften in der Wirtschaft. Mehr Infos zu seinem aktuellen Vortrag  „Bestzeit im Business“ gibt es hier.

Florian Wildgruber gibt Einblicke in das Leben als Triathlet, spricht über Höhen und Tiefen und inspiriert Menschen dazu, ihre Träume zu leben mit seinen zwei Vorträgen „Lebenstraumfänger“ und „Ich leb‘ dann mal“.